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Eilikas Mitgift

Graf Egilmar II. von Oldenburg, der von 1108 bis 1142 regierte, hatte aus seiner Ehe mit Eilika von Werl - Rietberg neben mehreren anderen Kindern eine Tochter, die ebenfalls Eilika hieß. Diese wurde um 1140 mit Heinrich von Tecklenburg verheiratet, dem Sohn des Grafen Ekbert  von Tecklenburg. Wie üblich erhielt sie als Heiratsgut umfangreichen Grundbesitz.

In einer Heimatzeitschrift des Altkreises Bersenbrück (jetzt Kreis Osnabrück) findet sich ein vermutlich in den Fünfziger Jahren geschriebener Artikel „Die Ortsteile Andorf und Wierup“. Die Suche nach dem  Namen der Zeitschrift (vielleicht die Beilage „Am heimatlichen Herd“), dem Verfasser des Artikels und den von ihm benutzten Quellen blieb bisher ergebnislos.
Danach waren im Mittelalter die Grafen von Tecklenburg in dieser Gegend sehr begütert. Die Andorfer Bauernhöfe Lürding, Rohde, Bekebrede, Dobbelhaus, Brüninghaus und  Wierper hätten ursprünglich den Grafen von Oldenburg gehört und wären an die Tecklenburger gegangen, “als ein Graf von Tecklenburg sich mit einer Tochter des Oldenburger Grafenhauses verheiratete“. Es kann sich dabei nur um die Heirat des Heinrich von Tecklenburg mit der Eilika von Oldenburg gehandelt haben, die um 1140 stattgefunden haben soll.
Damit wäre belegt, daß der Hof Beckebrede in Andorf im Jahr 1140 bereits bestanden hat. Leider ist es bisher nicht gelungen, diese Angaben quellenmäßig zu verifizieren. Fest steht aber, daß die späteren tecklenburgischen Grafenrechte im Lerigau (mit dem Zentrum Visbeck) und im Hasegau (um Löningen) aus der oldenburgischen Mitgift der Eilika stammen, siehe auch Joseph Prinz: “Das Territorium des Bistums Osnabrück“ (Göttingen 1934). Da Andorf im Hasegau liegt, könnten dort gelegene Höfe also zur Mitgift gehört haben.

Hinsichtlich des Alters des Hofes Beckebrede in Andorf kommt Dr. Rolf Berner dagegen in seinem Buch „Siedlungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Artlandes bis zum Ausgang des Mittelalters“ (Bersenbrück 1965) zu einem ganz anderen Ergebnis: Danach sei der Hof um 1300 noch nicht vorhanden gewesen. Besonders der abgelegene Standort außerhalb des Kerns der Bauerschaft Andorf, wo die anderen Höfe relativ eng am gemeinsamen Esch beieinander liegen, deute auf eine spätere Entstehung hin.

Wie man sieht, widersprechen sich die Historiker. Es bleibt also noch genug zu tun, um auch auf diesem Gebiet Licht in das Dunkle Mittelalter zu bringen.

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